"Der Vormund ist allein und ausschließlich dem Kindeswohl verpflichtet"


Symposium über Vormundschaftsrecht am 12.3.2014 in der alten Mälzerei in Mosbach


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Mit dem 2011 reformierten Vormundschaftsrecht befasste sich am 12.März 2014 ein Symposium in der Alten Mälzerei in Mosbach. Organisiert und finanziert hatte die eintägige Veranstaltung der Kinderschutzbund Neckar-Odenwald. Seine Vorsitzende Susanne Heering wurde unterstützt vom Jugendamt des Landratsamtes, wo Astrid Leonhardt (Sachgebietsleitung Amtsvormundschaften) auch dafür verantwortlich ist, ehrenamtliche Vormünder zu suchen und zu schulen.

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Gretel Diehl, Vorsitzende Richterin am Oberlandesgericht, ging in ihrem Eröffnungsvortrag auf die "Auswahl des Vormundes durch das Gericht" ein und betonte: "Das Schicksal der Kinder sind die Eltern: der Staat kann erst in zweiter Linie eingreifen - und das auch nur in engen Grenzen," denn: "Der Vormund ist allein und ausschließlich dem Kindeswohl verpflichtet."

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2011 wurde das Vormundschaftsrecht novelliert; der persönliche Charakter der Vormundschaft sollte gestärkt werden, d.h. die Zahl der Vormundschaften, die die Familiengerichte einem Vormund zusprechen können, wurde von vorher 150 auf 50 Vormundschaften begrenzt. Im Prinzip kann jeder Erwachsene zum Vormund bestimmt werden.

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In weiteren sehr informativen Beiträgen regten der Jurist Prof. Dr. Peter-Christian Kunkel (Jugendhilferecht) und der Leiter des Jugendamtes Warendorf, Wolfgang Rüting, zu einer anschließenden intensiven Diskussionsrunde an.